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  Projekt
Mit Mädchen würden Jungen nicht so offen reden

56 Jungen des Warsteiner Gymnasiums schufen sich ihr eigenes "Männerland" Berührungsängste bei Lehrern, Schülern und Betreuern verflogen schnell

In einem großen Kreis sitzen die Jungen zusammen. Die Atmosphäre ist gelöst und entspannt - ganz anders als in den Unterrichts - oder Prüfungssituationen, die die 56 Jungen aus der 9. Klasse des Warsteiner Gymnasiums normalerweise mit ihren Lehrern erleben. In dieser einen Woche geht es nicht darum, Fachinhalte zu lernen, sondern darum, etwas über sich selbst zu erfahren.

Während beim Mädchenwelten-Projekt die Schülerinnen ganz unter sich waren, reisten ihre männlichen Mitschüler im Jugendtreff "Alte Berufsschule" in ein "Männerland". Gemeinsam mit ihren Lehrern Reinhard Klostermann, Friedhelm Leneke und Stefan Budde, sowie Dipl.-Sozialarbeiter Kai Maibaum, Dipl.-Sozialpädagoge Franz-Josef Budeus und Dipl.-Psychologe Holger Rick befassten sie sich in den vergangenen fünf Tagen mit Themen wie Freundschaft, Konflikten, Aggressionen und Sexualität.

In vielen spannenden Diskussionen konnten die Jungen ihre Meinung zeigen und Fragen stellen, besondere Freude hatten sie jedoch auch an den etwas anderen Arbeitsformen. Das gemeinsame Beantworten von Fragebögen, Malen von Plakaten oder Pyramiden-Bauen sorgte dafür, dass sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern und Betreuern anfängliche Berührungsängste schnell verflogen und ehrlich und offen diskutiert werden konnte. "Alle Schüler beteiligen sich an den Diskussionen und es gibt niemanden, der gar nichts sagt", freute sich Psychologe Holger Rick, dass das Projekt, das bereits im 10. Jahr am Gymnasium läuft, von den Schülern gut angenommen wurde. "Es ist einfach ganz anders als Schule und macht sehr viel Spaß", bestätigten auch die Schüler. Dass beim Projekt Mädchen und Jungen getrennt werden, sei für die Arbeit in den Gruppen positiv und für den ungezwungenen Umgang, gerade auch bei sehr persönlichen Themen, hilfreich. "Wären Mädchen dabei, könnten wir wahrscheinlich nicht so offen sein", erklärten einige Schüler. Und auch Holger Rick konnte diesen Eindruck bestätigen. "Die Jungen haben eine andere Haltung zu sich selbst als zu den Mädchen". Vertrauen innerhalb der Gruppe sei damit die Voraussetzung für Offenheit und auch die Möglichkeit, Themen wie Konflikte und Sexualität zu behandeln.

Für das persönliche Miteinander und die sozialen Fähigkeiten sei das Projekt sehr förderlich, erklärte auch Lehrer Reinhard Klostermann. "Die Schüler können hier unheimlich viel lernen und merken, dass sie in der Gemeinschaft etwas bewegen können".

WA  4.2.  Von Ulrike Aßmann